"VR-Mittelstandspreis Weser-Ems": Innovative Unternehmen ausgezeichnet
18.06.2010
Gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern haben die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems im Frühjahr dieses Jahres den „VR-Mittelstandspreis Weser-Ems“ ausgeschrieben. Drei mittelständische Unternehmen als Preisträger wurden jetzt von Geschäftsführer Harald Lesch, Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems, im Rahmen einer Feierstunde in Bad Zwischenahn, Landkreis Ammerland, ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Über 70 Unternehmen aus Weser-Ems haben sich um diesen mit drei Geldpreisen in Höhe von je 5.000 Euro dotierten VR-Mittelstandspreis beworben. Alle teilnehmenden Unternehmen zeichnen sich durch besondere Leistungen bei der Förderung des Nachwuchses, durch erfolgreiche Kooperationenmit anderen Betrieben, Gemeinschaftsprojekte mit Universitäten, Fachhochschulen oder anderen Institutionen, vorbildliche Marketingkonzepten, außergewöhnliche Maßnahmen zur Qualitätssicherung sowie technologische Erneuerungen oder auch durch beispielhafte Lösungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes aus.
Die Bewerbungen für den VR-Mittelstandspreis wurden bewertet von Ansgar Göbel, Handwerkskammer Osnabrück-Emsland; Enno Kähler, Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland; Arno Ulrichs, Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg; Dieter Mester, Handwerkskammer Oldenburg; Kristina Holze, Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems; Dirk Peters, Handwerkskammer für Ostfriesland, und Michael Höller, Oldenburgische Industrie- und Handelskammer.
Der fachkundigen Jury gehörten Vertreter aller Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern in Weser-Ems an. „Wir sind gemeinsam mit den Jurymitgliedern beeindruckt, welches Potenzial die mittelständischen Unternehmen in der hiesigen Wirtschaftsregion Weser-Ems aufzuweisen haben. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass der Mittelstand mit seinen Innovationen und seinem Wachstum der Motor der Wirtschaft ist. Wir, die Volksbanken und Raiffeisenbanken, werden uns auch in Zukunft als klassischer Mittelstandsfinanzierer für den Erfolg des Mittelstandes in Weser-Ems einsetzen, damit sich dieser neuen Herausforderungen stellen kann“, unterstrich Geschäftsführer Harald Lesch, Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems, bei der Feierstunde in Bad Zwischenahn. Der VR-Mittelstandspreis sei eine Auszeichnung der genossenschaftlichen Banken für das Engagement des Mittelstandes in Weser-Ems.
Hydraulik-Pneumatik-Kontor Jade GmbH ist Preisträger in der Region Oldenburg
Die Hydraulik-Pneumatik-Kontor Jade GmbH (HPKJ), Wilhelmshaven, konnte sich in den vergangenen Jahren von einem ausgeprägten Handelshaus mit einer kleinen Produktion und einem angeschlossenen Service zu einem Dienstleistungsunternehmen und Hersteller auf dem Markt platzieren. Diese Wandlung konnte durch Kundenorientierung, Marketing und der Mitarbeiterqualifizierung herbeigeführt werden. Entscheidend hierbei waren neben einem neuen Markenzeichen die Eintragung von "HPKJ" als eine Marke, gewerbliche Schutzrechte für die Produkte und der Schritt, dass das Unternehmen auch eigene Produkte entwickelt und herstellt. Die Firma HPKJ GmbH ist Ideengeber und Problemlöser im Bereich der Hydraulik, Pneumatik, Filtration, Schlauchtechnik, Automation, Logistiklösungen und CNC Dreh- und Frästechnik.
Als Basis des Unternehmenserfolges sieht Geschäftsführer Heiko Eibenstein die Motivation und kontinuierliche Verbesserung. Hierbei ist die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen von großer Bedeutung. Neben den Aufgaben als verantwortungsvoller Arbeitgeber, wie z. B. die betriebliche Altersvorsorge, hat das Unternehmen gemeinsam mit den Mitarbeitern vieles aufgebaut, was den Zusammenhalt stärkt, wie die Mitarbeiterzeitung, ein Gesundheitszirkel, ein wöchentlicher Obsttag und gemeinsame Sportveranstaltungen.
Esders GmbH ist Preisträger in der Region Osnabrück/Emsland/Grafschaft Bentheim
Die Esders GmbH mit Sitz in Haselünne im Emsland befasst sich seit 1989 mit der Entwicklung von Messgeräten, Software und Systemlösungen für den Gas-, Wasser- und Abwasserbereich. Im firmeneigenen Büro- und Fertigungsgebäude ist neben der Entwicklung und Fertigung auch der Vertrieb und Servicebereich angesiedelt. Schwerpunkte der Arbeit bilden Gasspürtechnik, Messtechnik für die Gasinneninstallation sowie Prüfsysteme für Gasmess- und Gaswarngeräte.
Großen Wert legt Geschäftsführer Bernd Esders auf die Ausbildung eigener Mitarbeiter, von denen in der Regel alle übernommen werden. Der Ausbildungsanteil bei den Mitarbeitern beträgt zwischen 15 und 20 Prozent.
In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg und Gaserzeugern entwickelte die Esders GmbH ein passives Infrarotdetektionssystem, mit dem Erdgas und Biogas sichtbar gemacht werden kann. Das daraus entstandene Messsystem "GasCam" wird zur Überprüfung und Effizienzsteigerung von Biogasanlagen eingesetzt. Die oft schwer zugänglichen Behälter und Rohrleitungen können mit diesem Messinstrument mit einem Zeitaufwand von zwei bis vier Stunden inspiziert werden.
cwTec GmbH ist Preisträger in der Region Ostfriesland
Die im Jahre 1991 gegründete cwTec GmbH, Hage, ist ein klassischer Werkzeughersteller, der sich mit der Fertigung von feinmechanischen Teilen von der Idee bis zur Umsetzung am Markt etabliert hat. Spezialisiert hat sich nach Aussagen von Geschäftsführer Christoph Wenk das Unternehmen auf das Verpacken von Tee mit Hilfe von selbst konzipierten Teebeutelmaschinen. Während in der Vergangenheit die Teebeutel in der Regel geklammert wurden, so kann jetzt aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen auf die Metallklammer verzichtet und die Teebeutel stattdessen zugenäht werden. In Zeiten der Automatisierung erfolgt dies mit Hilfe einer Maschine, die bis zu 220 Beutel in der Minute produziert. cwTec hat zusammen mit einem Kunden eine Lösung gefunden, die die sehr komplexen und in ihrer Anschaffung kostspieligen Teebeutelmaschinen, die es bereits im Markt gibt, mit einem Aggregat umzurüsten, so dass auch ältere Maschinen die neue Verschlusstechnik von Teebeuteln ausführen können.